Prozesse

Sie haben einen bestimmten Prozess, für den Sie eine Abgas- oder Abwasserbehandlungslösung suchen?
Hier finden Sie eine Auswahl an typischen Prozessen in verschiedenen Industrien und dazu eine anwendungsspezifische Empfehlung unserer Produkte für die Abgas- oder Wasserreinigung.

Entscheidend für die Auswahl einer geeigneten Technologie sind letztendlich oft die Randbedingungen Ihres Prozesses. Gemeinsam mit Ihnen erarbeiten wir hierfür die wirtschaftlichste Lösung.

Oxide / Nitride / Oxynitride

  • Typische Prozessgase: SiH4, NH3, N2O, O2, TEOS

Tungsten

Clean

Ionenimplanter

Diffussion Furnace

Epitaxie (EPI)

  • Typische Prozessgase: SiH4, DCS, H2, HCl, AsH3, PH3, TCS
  • Produktempfehlung: Brenner-Wäscher

Atomic Layer Deposition (ALD)

  • Typische Prozessgase: TMA, TEMAH, TiCl4, NH3, 1MS, 2MS, 3MS
  • Produktempfehlung: Trockenbettabsorber

Mono- & Polykristallin

Front- / Back-Contact

CIGS

A-Si 

MOCVD

Deposition

  • Typische Prozessgase: H2, NH3, SiH4, PH3, NF3, N2O
  • Produktempfehlung: Brenner-Wäscher

Gasversorgung

Ventgase / Spülgase

  • Typische Gase: NH3, Cl2, BCl3, H2Se, H2S, PH3, AsH3, uvm.
  • Produktempfehlung: Absorberpatrone

Lösemittelprozesse

  • Typische Prozessgase: VOCs (flüchtige Kohlenwasserstoffe mit C7 bis C16) z.B. Alkane, Alkene, Cycloalkene, aromatische Verbindungen, Terpene, Naphthalin, Alkohole, Aldehyde, Ketone, Ester, Glykolether, halogenierte Verbindungen, Phenol, Kresol, Butanonoxim
  • Produktempfehlungen: Aktivkohleadsorber, Biowäscher, Thermischer Oxidizer, Kondensator / E-Filter

Bei Lackierprozessen, beim Kleben und bei vielen anderen Prozessen wird mit Lösemitteln gearbeitet, um einen Stoff verarbeitbar zu machen. Als Lösemittel werden üblicherweise Wasser oder flüssige organische Stoffe mit einem Siedepunkt bis 200 °C verwendet. Nach der Verarbeitung des Stoffgemisches dampft das Lösemittel typischerweise während des Trocknens / Aushärtens innerhalb weniger Stunden oder Tage ab. Dadurch bilden sich lösemittelbelastete Abgase, die geruchsbelästigend und / oder gesundheitsschädlich sein können.

Diese Gase müssen gereinigt werden, um Menschen und Umwelt zu schützen. Innerhalb der sogenannten "grünen Chemie" wird versucht, auf giftige und umweltschädliche Lösemittel zu verzichten. Dabei besteht die Herausforderung, dass das Prozessergebnis genauso hochwertig sein soll, wie beim Einsatz der "nicht-grünen" Lösemittel.

Färben

  • Typische Chemikalien: Azofarbstoffe
  • Produktempfehlung: Biowäscher

Beim Färben von Stoffen, Leder, Fetten, Ölen, Wachsen, Stroh, Holz und Papier werden häufig synthetische Farbstoffe verwendet. Die größte Gruppe sind die Azofarbstoffe, die eine oder mehrere sogenannte Azobrücken (-N=N-) enthalten. Sie lassen sich chemisch vielfältig verbinden und sind im gesamten Farbbereich vertreten. Einige Azofarbstoffe können krebserzeugende oder giftige Amine freisetzen. Ihr Einsatz ist daher gesetzlich reglementiert. Die Freisetzung von Überschüssen der Farbstoffe in die Umwelt muss vermieden werden.

Sterilisation

  • Typische Chemikalien: Ethylenoxid
  • Produktempfehlung: Biowäscher

Um die Verbreitung von Mikroorganismen, einschließlich ihrer Ruhestadien (z.B. Sporen) im Bereich der Biotechnologie oder auch im Gesundheitswesen und in der medizinischen Forschung zu verhindern, werden Geräte, Maschinen und Behälter oft vor und nach ihrer Verwendung sterilisiert. Auch Viren, Prionen, Plasmide und andere DNA-Fragmente sollen bei dem Vorgang der Sterilisation zerstört werden. Dies kann mit verschiedenen Chemikalien, durch Bestrahlung oder unter Einwirkung hoher Temperaturen geschehen. Eine hunderprozentige Entfernung der unerwünschten Stoffe ist meist nicht möglich, allerdings eine Reduktion um einige Zehnerpotenzen, und zwar um mehr als bei der Desinfektion, die im Prinzip das gleiche Ziel hat. Erfolgt die Sterilisation mit Flüssigkeiten wie beispielsweise Ethylenoxid, so müssen diese anschließend sicher entsorgt werden.

Gasflaschenentsorgung

Gasflaschen werden immer mit einem Haltbarkeitsdatum versehen, da insbesondere bei Gasgemischen nicht gewährleistet werden kann, dass diese unbegrenzt in der Flasche halten, ohne unterschiedlich schnell heraus zu diffundieren. Es kann also nach Ablauf einer bestimmten Zeit nicht mehr garantiert werden, dass die ursprünglich eingefüllte Mischung noch in gleicher Zusammensetzung vorhanden ist. Insbesondere Gasgemische, die zur Kalibrierung von Messgeräten verwendet werden sollen, sind nach Ablauf dieser Zeit unbrauchbar. Zudem müssen Druckbehälter in bestimmten zeitlichen Abständen auf ihre Dichtigkeit geprüft werden. Dafür werden sie im Allgemeinen zum Gaselieferanten zurückgeschickt.

Es fallen also bei den Gaslieferanten ständig Gasflaschen an, die voll oder teilentleert sind und deren Inhalt vor der Druckprüfung und einer Wiederbefüllung sicher entsorgt werden muss. Auch Gasflaschen mit unbekanntem Inhalt, unbekannter Herkunft und unbekanntem Alter finden sich vereinzelt und müssen ebenfalls sicher entsorgt werden. Hierfür bieten wir Gaseherstellern verschiedene Anlagen und deren Kombinationen zur effizienten Gasflaschenentsorgung an.

Wasserreinigung für Industrieabwässer allgemein

  • Typische biologisch abbaubare Stoffe: Chlororganika, H2S, Phenole, Aniline, PAKs, toxische Flüssigkeiten aus Zellstofffabriken und der Erdölindustrie
  • Produktempfehlung: Biowäscher
  • Typische nicht biologisch abbaubare Stoffe: Arsen, Silber, Wolfram, Blei, Nickel
  • Produktempfehlung: Arsen-Absorber

Die Wasserreinigung für Industrieabwässer und die Reinigung der Flüssigkeiten aus industriellen Gaswäschern muss auf den jeweiligen Industrieprozess angepasst werden. Manche Prozesse beinhalten giftige oder umweltschädliche Stoffe, die direkt im Industrieunternehmen abgereinigt werden müssen. Dies kann zum einen deshalb sein, weil es keine kommunalte Kläranlage gibt oder diese Kläranlage nicht oder nicht in ausreichendem Umfang über die nötigen Reinigungsverfahren verfügt, diese Stoffe zu beseitigen. Zum anderen wird in manchen Industrieparks oder Regionen die Strategie des "Zero Liquid Discharge" verfolgt. Diese Strategie schreibt vor, dass vom Industriebetrieb keinerlei Flüssigkeiten abgegeben werden dürfen, egal, ob umweltgefährdend oder nicht. In diesem Fall müssen alle Flüssigkeiten vor Ort gereinigt, von Schadstoffen befreit und anschließend wiederverwendet oder - im Fall von Wasser - verdampft werden.

Nitrifikation / Denitrifikation

  • Typische Schadstoffe: Ammoniumstickstoff, N-Verbindungen
  • Produktempfehlung: Biowäscher

Bei der Nitrifikation werden Ammoniak (NH3) oder auch Ammonium-Ionen (NH4+) über eine bakterielle Oxidation zu Nitrad (NO3-) umgewandelt. Die am Prozess beteiligten Bakterien leben von der Bereitstellung der Energie aus diesem Prozess. Das Nitrat steht Pflanzen als stickstoffhaltiger Mineraldünger zur Verfügung. Nitrat kann wiederrum mit Hilfe von Bakterien in molekularen Stickstoff (N2) umgewandelt werden. Dieser Vorgang wird als Denitrifikation bezeichnet. Der im Nitrat vorhandene Sauerstoff steht dabei den Bakterien für ihren Stoffwechsel zur Verfügung. Sowohl die Nitrifikation als auch die Denitrifikation kommen in Kläranlagen nacheinander oder auch simultan zum Einsatz. Ist das Wasser nicht ausreichend gereinigt, so werden bei Verlassen der Kläranlage zu viele Nährstoffe in das nachfolgende Gewässer eingetragen, was zu einer Überdüngung, Sauerstoffmangel und Sterben von Lebewesen im Wasser führen kann.

Die Vorgänge der Nitrifikation und Denitrifikation werden auch für die Reinigung und Entgiftung in Aquakulturen benötigt. Insbesondere Ammonium-Stickstoff ist schon in Konzentrationen von ein bis zwei mg/liter fischgiftig.

In der erdölverarbeitenden Industrie fallen ebenfalls stickstoffhaltige Abwässer an, die wir mit unseren Anlagen reinigen können.

Wasserversorgung

  • Mögliche Schadstoffe: Arsen, Nickel, Blei, Cadmium, Zink, Phenole, Aniline, PAKs
  • Produktempfehlung: Biowäscher, Arsen-Absorber

In der Trinkwasserversorgung wird je nach vorhandener Rohwasserqualität mit verschiedenen Verfahren und in verschiedenen Prozessschritten die gesetzmäßig festgelegte Wasserqualität erzielt. Zu beseitigende Stoffe sind meist Spurenstoffe, die natürlicherweise oder vom Menschen verursacht in das Wasser gelangt sind. Auf Grund von sich ändernder Gesetzelage kommt es bei der Trinkwasseraufbereitung manchmal dazu, dass Reinigungsprozesse nachgerüstet werden müssen, wenn die Grenzwerte für Stoffe herabgesetzt werden. Auch Prozesswasser muss auf die Anfoderungen des jeweiligen Prozesses angepasst werden. Hier geht es außer um die Entfernung von gesundheitsschädlichen Spurenstoffen oft um die Verringerung der Leitfähigkeit des Wassers, also die Entfernung von Ionen ganz allgemein.

Spezialprozesse

Auf dem Gebiet der Nischenmärkte und Spezialprozesse befinden wir uns als centrotherm clean solutions in der Erprobungsphase neuer Anwendungen für kundenspezifische Anfragen. Vor allem bei der Entwicklung neuer Prozesse beteiligen wir uns aktiv daran, von Beginn an parallel ein wirtschaftlich sinnvolles Konzept für die sichere Reinigung von Abgas- und Abwasserströmen und / oder ein Recyclingkonzept zu erarbeiten. Wir erhöhen so die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses und beschleunigen die Markteinführung neuer Prozesse. Das gleiche gilt für Nischenmärkte, in denen keine weit verbreiteten Standardlösungen fpr die Stoffstrom-Reinigung existieren.

Wir erarbeiten gemeinsam mit Ihnen innovative Lösungen und Verfahren, damit Sie kostengünstig und zugleich umweltschonend und sicher Ihren Kernprozess betreiben können.

Wir beschäftigen uns mit folgenden Aufgabenstellungen:

  • Gasreinigung in Nischenmärkten
  • Wasserreinigung in Nischenmärkten
  • Recycling von Wertstoffen und Spezialgasen

Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

Spezialanwendungen

Sie haben eine Spezialanwendung, bei der Sie sich bisher hier nicht wiedergefunden haben? Das ist sehr gut möglich, denn schließlich ist die Chemie ein weites Feld, Sie sind innovativ und so manche Anwendung ist und bleibt vielleicht auch eine Spezialanwendung. Wir erarbeiten in enger Zusammenarbeit mit Ihnen ein auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept.

Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!